Die Hauptuntersuchung (HU) ist für jeden PKW-Besitzer in Deutschland eine wiederkehrende Pflicht. Sie dient dazu, die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs zu gewährleisten und Umweltbelastungen zu minimieren. Viele Autofahrer stellen sich jedoch die Frage: Wie oft genau muss mein PKW zur HU? Die Antwort ist nicht immer ganz einfach, da sie von verschiedenen Faktoren abhängt. Dieser Artikel klärt die wichtigsten Fragen rund um die HU-Fristen für PKWs in DE.

Overview
- Regelmäßige HU: Die meisten PKWs müssen alle 24 Monate zur Hauptuntersuchung.
- Neuwagen: Neuwagen haben zunächst eine längere Frist von 36 Monaten bis zur ersten HU.
- Fristenüberwachung: Die Einhaltung der HU-Fristen wird von der Polizei und den Zulassungsstellen kontrolliert.
- Konsequenzen bei Versäumnis: Das Überziehen der HU-Frist kann mit Bußgeldern geahndet werden.
- Mängelbehebung: Werden bei der HU Mängel festgestellt, müssen diese innerhalb einer bestimmten Frist behoben werden.
- HU-Plakette: Nach bestandener HU wird eine neue Plakette am Kennzeichen angebracht, die den nächsten HU-Termin anzeigt.
Wie oft muss ein PKW zur Hauptuntersuchung?
Die grundlegende Regel besagt, dass PKWs in Deutschland alle 24 Monate zur Hauptuntersuchung müssen. Das bedeutet, dass Sie Ihr Auto alle zwei Jahre einer gründlichen Prüfung durch eine autorisierte Prüfstelle unterziehen lassen müssen. Diese Regel gilt für die meisten Fahrzeuge, es gibt jedoch einige Ausnahmen.
Eine wichtige Ausnahme betrifft Neuwagen. Diese haben eine verlängerte Frist für die erste HU. Ein neuer PKW muss erst nach 36 Monaten, also drei Jahren, zum ersten Mal zur Hauptuntersuchung. Danach gilt auch für Neuwagen der reguläre 24-Monate-Zyklus.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Fristen ab dem Datum der Erstzulassung des Fahrzeugs bzw. der letzten HU gelten. Die genaue Frist für die nächste HU ist auf der HU-Plakette am hinteren Kennzeichen sowie im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) vermerkt.
Was passiert, wenn ich die HU-Frist für meinen PKW versäume?
Das Versäumnis der HU-Frist kann unangenehme Konsequenzen haben. Wird die Frist um mehr als zwei Monate überschritten, drohen Bußgelder. Die Höhe des Bußgeldes steigt mit der Dauer der Überschreitung. Darüber hinaus kann die Polizei bei einer Verkehrskontrolle die Weiterfahrt untersagen, wenn die HU deutlich überfällig ist und der PKW offensichtliche Mängel aufweist.
Neben den Bußgeldern gibt es noch einen weiteren wichtigen Aspekt zu beachten: Im Falle eines Unfalls kann die Versicherung Leistungen kürzen oder verweigern, wenn die HU überfällig war und ein Zusammenhang zwischen dem Unfall und einem nicht erkannten Mangel am Fahrzeug besteht.
Es ist daher ratsam, die HU-Frist immer im Blick zu behalten und rechtzeitig einen Termin bei einer Prüfstelle zu vereinbaren. Viele Werkstätten bieten auch einen Erinnerungsservice an, um das Versäumnis der HU zu vermeiden.
Welche Mängel können bei der HU am PKW festgestellt werden?
Bei der Hauptuntersuchung werden zahlreiche Bauteile und Funktionen des PKWs auf ihre Sicherheit und Umweltverträglichkeit geprüft. Zu den häufigsten Mängeln gehören:
- Bremsanlage: Verschleiß der Bremsbeläge oder Bremsscheiben, Undichtigkeiten, ungleichmäßige Bremswirkung.
- Beleuchtung: Defekte Scheinwerfer, Rückleuchten, Blinker oder Kennzeichenbeleuchtung, falsche Einstellung der Scheinwerfer.
- Reifen: Abgefahrene Reifen, Beschädigungen, falscher Reifendruck.
- Fahrwerk: Defekte Stoßdämpfer, ausgeschlagene Gelenke, Rost.
- Auspuffanlage: Undichtigkeiten, übermäßiger Lärm, erhöhte Abgaswerte.
- Karosserie: Rostschäden, Beschädigungen, die die Sicherheit beeinträchtigen.
Werden bei der HU Mängel festgestellt, wird dies im Prüfbericht vermerkt. Je nach Schwere des Mangels wird die HU entweder bestanden (mit Hinweis auf die Mängel), bestanden mit geringen Mängeln (die zeitnah behoben werden sollten) oder nicht bestanden. Im letzteren Fall muss der PKW innerhalb eines Monats erneut zur Nachuntersuchung vorgeführt werden, nachdem die Mängel behoben wurden.
Wie bereite ich meinen PKW optimal auf die HU vor?
Eine gute Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung kann Zeit und Geld sparen. Es ist ratsam, vor dem HU-Termin einige grundlegende Checks am PKW durchzuführen:
- Beleuchtung prüfen: Funktionieren alle Scheinwerfer, Rückleuchten, Blinker und die Kennzeichenbeleuchtung? Sind die Scheinwerfer richtig eingestellt?
- Reifendruck kontrollieren: Stimmt der Reifendruck? Sind die Reifen ausreichend profiliert und unbeschädigt?
- Flüssigkeitsstände prüfen: Sind ausreichend Motoröl, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit vorhanden?
- Bremsen prüfen (lassen): Funktionieren die Bremsen einwandfrei? Gibt es ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen?
- Scheibenwischer prüfen: Sind die Scheibenwischerblätter in gutem Zustand und reinigen die Scheibe streifenfrei?
Es kann auch sinnvoll sein, den PKW vor der HU in einer Werkstatt durchchecken zu lassen. Viele Werkstätten bieten einen speziellen Vorab-Check für die HU an, bei dem die wichtigsten Punkte überprüft und eventuelle Mängel behoben werden können. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der PKW die HU beim ersten Anlauf besteht und spart Zeit und Kosten für eine Nachuntersuchung.






